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Turmuhr für das historische Rathaus Münzenberg

Schwertransport für Münzenberg: Ein komplettes Vierer-Team des Bauhofs war nötig, um das Uhrwerk der historischen Turmuhr an den Bestimmungsort im frisch sanierten Münzenberger Rathaus am Marktplatz zu bekommen. Von links: Nino Arlt, Burkhard Reuhl, Sven Romig und Dean Bacher.

Sie tickt wieder. Die riesigen Zahnräder der imposanten Turmuhr aus Münzenberg drehen sich dank des Frankfurter Uhrmachermeisters Alexander Albrecht wieder. Der Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg hat dafür gesorgt, dass die alte Turmuhr der evangelischen Kirche Münzenberg aus ihrem jahrelangen Dornröschenschlaf erwacht ist. Diese wurde im Jahr 1907 bei der renommierten „Fabrik mechanischer und elektrischer Turm-, Hof- und Eisenbahn-Uhren, J. F. Weule, Bockenem a. Harz“ für 1.045 Reichsmark gekauft. Lange Zeit fristete sie unbeachtet und fast vergessen ihr Dasein auf dem Dachboden der evangelischen Kirche Münzenberg. Wiederentdeckt im Zuge von Restaurierungsarbeiten in der Kirche, kam die Frage auf „Was tun?“ mit dieser historischen Uhr, die schon so manches Freud und Leid in Münzenberg miterlebte. Schnell stand fest – nochmal einstauben soll das gute Stück auf keinen Fall. Die rettende Idee kam dann vom Vorstand des Freundeskreises um Uwe Müller und Stefanie Kerschner. Eine kurze Anfrage bei Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer ergab eine positive Antwort und so wird das Uhrwerk aus dem Jahr 1907 in das frisch sanierte historische Rathaus einziehen. Die Kosten im hohen vierstelligen Bereich für die Restaurierung der Turmuhr hat der Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg übernommen. Nach Abschluss aller Baumaßnahmen werden Besucher des Rathauses das beeindruckende Beispiel der Uhrmacherkunst bewundern können. Das Uhrwerk ist voll funktionsfähig und kann zu Demonstrationszwecken bei Stadtführungen aufgezogen werden.

 

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