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VDK besucht Kläranlage Gambach

Die Kläranlage Gambach war das Ziel einer Veranstaltung des VdK Gambach/Ober-Hörgern. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Personen ließen sich vom technischen Leiter Nils Brucker durch die Anlage führen und bekamen Einblick in Technik und Funktion der Gambacher Kläranlage. Die Anlage in Gambach ist nur für Gambach zuständig, es besteht noch eine zweite Anlage im Raum Münzenberg, die die Abwässer von Ober-Hörgern, Münzenberg und Trais klärt.

Die Teilnehmer folgten dem Lauf der Bearbeitung, Start war die mechanische Reinigung. Hier werden alle Grobstoffe aussortiert, die später auf Deponien verbracht werden. Pro Jahr fallen hier etwa 16 Tonnen Material an. In der nächsten Stufe werden die Schwebstoffe getrennt und der biologischen Abwasserreinigung zugeführt. Dabei sorgt die Belüftung und die dadurch aktivierten Mikroorganismen für den gewünschten Reinigungsprozess. Im Nachklärbecken schließlich wird Wasser und Schlamm getrennt und das Wasser in die Wetter eingeleitet. Der Schlamm geht zurück in die biologische Reinigung, Überschlussschlamm wird in entsprechenden Becken gelagert. Von dort kann er von der Landwirtschaft zu Düngezwecken übernommen werden.

Die Überwachung ist umfangreich. Sie umfasst genauso permanente Kontrollen wie auch regelmäßige Beprobung an verschiedenen Stellen im Reinigungsprozess. Auch nicht angekündigte Kontrollen staatlicher Stellen gehören dazu. Nils Brucker ging auch auf das in der Öffentlichkeit diskutierte Thema der Medikamentenrückstände ein. Diese Problematik betrifft aufgrund der geringen Mengen kleine Abwasseranlagen wie die Gambacher Kläranlage noch nicht. Größere Städte und Gemeinden mit größeren Anlagen sind aber mit dem Thema beschäftigt, hier sind erste Anlagen im Bau oder im Betrieb, die auch diese Rückstände aus dem Abwasser filtern können.

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