Das Wettertal und seine Bewohner

Gambach

Gambach ist der größte und zweitälteste Stadtteil von Münzenberg. Heute ist er der wirtschaftliche Mittelpunkt des Stadtgebiets und bekannt durch das gleichnamige Autobahnkreuz von A5 und A45.

Die Geschichte Gambachs

Münzenberg

Münzenberg ist der zweitgröße und als Namensgeber auch der bekannteste Stadtteil. Durch die Burg Münzenberg und die historische Altstadt ist Münzenberg der Besuchermagnet des Stadtgebiets.

Die Geschichte Münzenbergs

Trais

Trais ist der älteste Stadtteil Münzenbergs und gleichzeitig das Tor in Richtung Kloster Arnsburg, von wo es einst die Adeligen nach Münzeneberg zog. Heute bringt der Lutherweg, der sich durch den Stadtteil zieht, viele Pilger nach Trais.

Die Geschichte Trais

Ober-Hörgern

Ober-Hörgern ist der kleinste Stadtteil Münzenbergs und vielen als Dolles Dorf bekannt. Ober-Hörgern lag einst auf dem Verkehrsweg von Münzenberg nach Holzheim sowie nach Eberstadt. Diese Anbindung spielte eine wichtige Rolle.

Die Geschichte Ober-Hörgerns

Kurzer historischer Überblick

Die Stadt Münzenberg mit ihren 5.800 EinwohnerInnen liegt in der nördlichen Wetterau. Die Burg Münzenberg, die aufgrund der beiden Türme die Assoziation des "Wetterauer Tintenfass" hervorruf, ist das Wahrzeichen dieser Landschaft. Die während der Regentschaft von Kaiser Friedrich I. "Barbarossa" um 1160 erbaute Burg ist mit ihren zwei gewaltigen Rundtürmen eine der größten deutschen Burganlagen. Zu ihren Füßen liegt der Stadtteil Münzenberg mit seinem gut erhaltenen Stadtkern und dem abseits in der Gemarkung liegenden Galgen.

Auch die anderen Stadtteile blicken auf eine lange Vergangenheit zurück. Aus archäologischen Funden ist die Besiedlung des Gebietes seit etwa 3000 v. Chr. belegt. Der Stadtteil Trais wurde 790 n. Chr., der Stadtteil Gambach im Jahre 798 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. Der Stadtteil Ober-Hörgern ist seit 1271 nachweisbar. In diesen Stadtteilen gibt es noch wohlerhaltene dörfliche Straßenzüge und andere historische Baudenkmäler. Das Wahrzeichen von Gambach ist der 52 m hohe Kirchturm der von 1698 bis 1703 erbauten evangelischen Kirche. Auch die alte Dorfkirche in Trais ist besonders bemerkenswert, da die erste urkundliche Erwähnung bereits aus dem 8. Jahrhundert stammt.

Die heutige Stadt Münzenberg wurde im Zuge der Gebietsreform 1972 gebildet. Verkehrsmäßig ist die Stadt über das "Gambacher Kreuz" (BAB A 5 / A 45) und die Anschlussstelle Münzenberg erreichbar.

Siedlungsbeginn

Die ersten Bandkeramiker werden in Trais sesshaft.

Glockenbecherkultur

Durch Gambi, den Glockenbechermann, wird die erste Besiedlung Gambachs nachgewiesen.

Römer

Die Villa Rustica in Gambach ist ein Zeugnis der Ansiedlung der Römer im Wettertal auf dem heutigen Stadtgebiet von Münzenberg.

Mittelalter

Es ist viel Bewegung in der Besiedlung. Die ersten Münzenberger kommen aus Kloster Arnsburg nach Münzenberg. Der Bau der Burg Münzenberg wird in großen Teilen der Stauferzeit um 1162 zugerechnet.

Frühe Neuzeit

Die Gambacherin Ratzkatrein wird eines der letzten Opfer der Hexenverfolgung.

Neuzeit

Die nationalsozialistische Herrschaft geht auch an Münzenberg nicht vorbei. Alle Münzenberger Juden werden vertrieben oder verschleppt. Die Synagoge in Münzenberg wird am 10.11.1938 vollkommen zerstört.

Gebietsreform

Seit dem 01.01.1972 existiert die Stadt Münzenberg in ihrer heutigen Form. Gambach und Ober-Hörgern wurden im Zuge der Gebietsreform mit Trais und Münzenberg zu einer Stadt zusammengeschlossen.